
Als Computer- und Videospiele in den 1980ern zu einem Massenmedium wurden, erkannten andere Branchen das Potential, darin ihre eigenen Marken und Produkte zu bewerben. Einige Partnerschaften führten zu Produktplatzierungen in Spielen, wie man es bereits aus Film und Fernsehen kannte. In anderen Fällen haben Werbekunden die Entwicklung ganzer, individueller Spiele in Auftrag gegeben. Sogar Regierungsbehörden und gemeinnützige Organisationen haben versucht, das Publikum mit ihren Spielen aufzukären oder von ihrer Botschaft zu überzeugen.
Der Entwicklungsaufwand und die Qualität dieser Werbespiele reichte vom eiligen Draufklatschen von Firmenlogos auf existierende Spiele, über schablonenhafte Minispiele im Internet, bis hin zu Titeln welche, zumindest oberflächlich, mit großen Vollpreis-Spielen mithalten konnten. Ein goldenes Zeitalter erlebten Werbespiele insbesondere im deutschsprachigen Raum während der 90er-Jahre. An einige der damals entwickelten Werbe-Adventures erinnern sich Spielerinnen und Spieler auch heute noch gerne, ganz unabhängig von deren ursprünglichem Werbezweck.
Dies ist eine unfertige, chronologische Liste der wichtigsten und interessantesten Werbespiele. Neben Spielen, die gezielt für einen Werbekunden entwickelt wurden, führt sie auch kommerzielle Titel auf, falls deren Werbeinhalt ausreichend zentral ist. Andererseits werden Spiele, die echte Marken oder Produkte bloss zur Erhöhung des Realismus lizenzieren, nicht berücksichtigt. Ein Beispiel: die authentischen Autos in Forza Horizon reichen nicht aus, um das Spiel zu einem Werbespiel zu machen; hingegen gehört Need for Speed: Porsche 2000, welches sich primär um die Geschichte und Produkte der Marke Porsche dreht, dazu.
Kaum wurden Videospiele zum kommerziellen Massenmedium, sahen einige Marken bereits ihr Potential als Werbeträger.